Kurzbeschreibung
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Name (Deutsch): Krabbenaugengrundel
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Name (Lateinisch): Signigobius biocellatus
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Herkunft & Lebensraum: Indopazifik; von Indonesien über die Philippinen bis Australien. Die Art lebt in geschützten Lagunen, Seegraswiesen und sandigen Riffbereichen mit feinem Bodengrund.
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Merkmale: Auffällige Grundel mit zwei markanten Augenflecken auf der Rückenflosse; beige bis cremefarbene Grundfärbung mit blauen, orangefarbenen und braunen Zeichnungen; durchkämmt ständig den Sand nach Nahrung.
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Geschlechtsunterschiede: Äußerlich kaum erkennbar.
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Endgröße: ca. 7–10 cm
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Lebenserwartung: etwa 5–8 Jahre
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Wasserwerte: 24–27 °C · pH 8,0–8,4 · KH 7–9 °dKH · Salinität 1,023–1,025
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Futter: Artemia, Mysis, Copepoden, Frostfutter, feines Granulat
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Zucht: Im Aquarium bislang nur sehr selten gelungen
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Aquariengröße: ab 100 cm Kantenlänge
Ausführliche Beschreibung & Haltung
Die Krabbenaugengrundel (Signigobius biocellatus), auch als Zweifleck-Grundel oder Twinspot Goby bekannt, zählt zu den schönsten und interessantesten sandsiebenden Grundeln der Meerwasseraquaristik. Ihren Namen verdankt sie den auffälligen Augenflecken auf der Rückenflosse, die an die Augen einer Krabbe erinnern.
Die Art verbringt den Großteil des Tages damit, Sand aufzunehmen, nach Kleinstlebewesen zu durchsuchen und anschließend wieder auszuspucken. Dadurch trägt sie aktiv zur Reinigung und Belüftung des Bodengrundes bei.
Aquarium & Einrichtung
Ein gut eingefahrenes Meerwasseraquarium mit ausreichend Bodengrund ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Haltung.
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Aquariengröße: mindestens 100 cm Kantenlänge
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Bodengrund: feiner Sand mit einer Höhe von mindestens 3–5 cm
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Riffaufbau: stabile Steinaufbauten mit Rückzugsmöglichkeiten
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Strömung: moderat
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Beleuchtung: je nach Korallenbesatz
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Aquarienalter: idealerweise mehrere Monate eingefahren
Die Art benötigt einen lebendigen Sandboden mit ausreichend Mikrofauna als natürliche Nahrungsquelle.
Verhalten & Vergesellschaftung
Krabbenaugengrundeln sind friedliche und ruhige Fische.
Empfohlen wird:
- Einzelhaltung
- Paarhaltung bei harmonisierenden Tieren
- ausreichend Sandflächen zur Nahrungssuche
Gegenüber anderen friedlichen Riffbewohnern zeigen sie ein sehr ruhiges Verhalten.
Vergesellschaftung (Beispiele)
- Falscher Clownfisch (Amphiprion ocellaris)
- Feuerfische der Gattung Nemateleotris
- Grundeln der Gattung Trimma
- Putzergarnelen (Lysmata amboinensis)
- Korallenwächter (Gobiodon Arten)
Aggressive Doktorfische oder größere Lippfische sollten möglichst vermieden werden.
Fütterung
Die Eingewöhnung gilt als der wichtigste Punkt bei dieser Art.
Geeignet sind:
- Artemia
- Mysis
- Copepoden
- feines Frostfutter
- feines Granulat
- angereicherte Futtermischungen
Frisch importierte Tiere sollten nur in gut eingefahrene Aquarien eingesetzt werden, da sie anfangs häufig auf natürliche Nahrung aus dem Bodengrund angewiesen sind.
Zucht
Eine erfolgreiche Nachzucht im Meerwasseraquarium wurde bislang nur selten dokumentiert.
- Die Tiere bilden Paare.
- Eier werden in geschützten Bereichen abgelegt.
- Die Larven benötigen spezielles Planktonfutter.
Die Aufzucht gilt als sehr anspruchsvoll.
Pflege & Hinweise
Signigobius biocellatus sollte nur in reifen Meerwasseraquarien mit ausreichend Mikrofauna gepflegt werden. Besonders wichtig sind ein feiner Sandboden und eine abwechslungsreiche Ernährung.
Durch ihr außergewöhnliches Erscheinungsbild, ihr interessantes Sandsiebverhalten und ihre friedliche Art gehört die Krabbenaugengrundel zu den attraktivsten Grundeln für größere Riffaquarien.
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