Name (Deutsch): Raubschnecke / Schneckenfressende Turmdeckelschnecke
Name (Lateinisch): Clea helena
Herkunft & Lebensraum: Südostasien; Thailand, Malaysia, Indonesien und Vietnam. Sie lebt in langsam fließenden Flüssen, Seen und sumpfigen Gewässern mit sandigem oder schlammigem Bodengrund und viel organischem Material.
Merkmale: Gelb-schwarz gestreiftes Schneckenhaus mit kegelförmiger Spitze; räuberische Schneckenart, die andere Schnecken jagt und frisst.
Geschlechtsunterschiede: Äußerlich kaum unterscheidbar.
Endgröße: ca. 2–3 cm
Lebenserwartung: etwa 3–5 Jahre
Wasserwerte: 22–28 °C · pH 6,5–8,0 · weich bis mittelhart
Futter: Hauptsächlich andere Schnecken; zusätzlich Frostfutter, Futtertabletten, Protein- und Restfutter
Zucht: Möglich im Aquarium; getrenntgeschlechtlich
Aquariengröße: ab 40 cm Kantenlänge
Die Raubschnecke (Clea helena) gehört zu den beliebtesten Schneckenarten in der Aquaristik, wenn es darum geht, unerwünschte Schneckenpopulationen zu kontrollieren. Durch ihr auffälliges gelb-schwarzes Gehäuse ist sie außerdem ein dekorativer Bewohner im Aquarium.
Im Gegensatz zu den meisten Aquarienschnecken ernährt sich diese Art überwiegend räuberisch. Sie spürt andere Schnecken aktiv auf und frisst sie, weshalb sie häufig gezielt eingesetzt wird, um starke Schneckenvermehrung zu reduzieren.
Die Raubschnecke ist sehr anpassungsfähig und lässt sich in vielen Aquarien problemlos pflegen.
Beckengröße: ab 40 cm Kantenlänge
Bodengrund: Sand oder feiner Kies, da sich die Schnecken gerne eingraben
Dekoration: Wurzeln, Steine und Laub sorgen für eine naturnahe Umgebung
Bepflanzung: dicht bepflanzte Aquarien sind problemlos geeignet
Strömung: gering bis moderat
Raubschnecken verbringen viel Zeit im Bodengrund und tauchen häufig erst zur Jagd wieder auf.
Clea helena ist gegenüber Fischen und Garnelen friedlich. Sie konzentriert sich fast ausschließlich auf andere Schnecken.
Geeignete Aquarienbewohner:
Salmler
Bärblinge
Panzerwelse
Antennenwelse
Amanogarnelen
Sehr kleine Schneckenarten werden dagegen schnell zur Beute.
Wenn keine Schnecken mehr vorhanden sind, benötigen Raubschnecken zusätzliches Futter.
Geeignet sind:
Schnecken (Blasenschnecken, Posthornschnecken)
Frostfutter wie Mückenlarven oder Artemia
Fischreste oder tote Tiere
Futtertabletten für Bodenfische
Eine gelegentliche Proteinquelle sorgt für gesundes Wachstum.
Die Zucht von Clea helena ist im Aquarium möglich, verläuft jedoch deutlich langsamer als bei vielen anderen Schneckenarten.
Die Art ist getrenntgeschlechtlich.
Das Weibchen legt einzelne Eier auf feste Oberflächen wie Steine oder Wurzeln.
Die Jungschnecken entwickeln sich im Ei und schlüpfen nach einigen Wochen.
Jungtiere leben zunächst teilweise im Bodengrund.
Die Vermehrung ist relativ langsam, weshalb es selten zu einer Überpopulation kommt.
Raubschnecken sind robuste Aquarienbewohner und sehr nützlich zur Kontrolle von Schneckenpopulationen. Sobald keine Schnecken mehr vorhanden sind, sollten sie regelmäßig mit proteinreichem Futter versorgt werden.
Durch ihr interessantes Jagdverhalten und das kontrastreiche Schneckenhaus sind sie nicht nur nützlich, sondern auch ein attraktiver Bewohner vieler Aquarien.
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