Name (Deutsch): Schleierschwanz
Name (Lateinisch): Carassius auratus
Herkunft & Lebensraum: Ursprünglich Ostasien (China); heute Zuchtform, abgeleitet vom Goldfisch, angepasst an ruhige, kühle Gewässer
Merkmale: Stark verlängerte, schleierartige Flossen; rundlicher Körper; viele Farbvarianten (rot, weiß, schwarz, calico)
Geschlechtsunterschiede: Männchen zur Laichzeit mit Laichausschlag (weiße Punkte) an Kiemendeckeln und Brustflossen
Größe: ca. 15-20 cm
Lebenserwartung: 15–20 Jahre, bei optimaler Haltung auch älter
Wasserwerte: Temperatur 18–22 °C; pH 6,5–8,0; mittelhart
Futter: Flockenfutter, Granulat, Frostfutter, Gemüse (Erbsen, Spinat), Futtertabletten für Bodenbewohner
Zucht: Im Aquarium und Gartenteich möglich, Freilaicher
Aquariengröße: ab 100 cm Kantenlänge für 2 Tiere, größer empfohlen
Der Schleierschwanz (Carassius auratus) ist eine besonders elegante Zuchtform des Goldfisches und besticht durch seine langen, weich fließenden Flossen. Trotz seines oft unterschätzten Anspruchs zählt er zu den langlebigen Aquarienfischen, wenn er artgerecht gehalten wird.
Ein großzügiges Aquarium ist zwingend erforderlich, da Schleierschwänze groß werden und viel Stoffwechsel produzieren.
mindestens 100 cm Kantenlänge, besser 120 cm oder mehr
feiner Sand oder abgerundeter Kies als Bodengrund
robuste Pflanzen (z. B. Anubias, Javafarn), da zarte Pflanzen oft gefressen werden
große Schwimmfläche ohne scharfe Dekoration
leistungsstarke Filterung mit geringer Strömung
gute Sauerstoffversorgung
Schleierschwänze sind schlechte Schwimmer im Vergleich zu anderen Goldfischen, daher darf die Strömung nicht zu stark sein.
Schleierschwänze sind soziale Fische und sollten mindestens paarweise, besser in kleinen Gruppen gehalten werden. Pro Tier muss ausreichend Schwimmraum eingeplant werden.
Nur mit ruhigen, kälteverträglichen Arten empfehlenswert:
Schleierschwanz-Goldfische (Artbecken ideal)
Teleskopgoldfisch (Carassius auratus Varietät)
Shubunkin (nur in sehr großen Becken)
Bitterling (Rhodeus amarus)
Teichmuscheln oder große Schnecken (eingeschränkt geeignet)
Keine schnellen oder flossenknabbernden Fische einsetzen, da Schleierschwänze sonst stark gestresst werden.
Als Allesfresser benötigen Schleierschwänze eine abwechslungsreiche Ernährung:
hochwertiges Goldfisch-Flockenfutter
Goldfisch-Granulat (sinkend und schwimmend)
Frostfutter (Mückenlarven, Daphnien)
pflanzliche Kost (Erbsen ohne Schale, Salat, Spinat)
Futtertabletten für Bodenbewohner
Mehrmals täglich kleine Portionen füttern, um Verdauungsproblemen vorzubeugen.
Die Zucht gelingt bei guter Konditionierung und steigenden Temperaturen im Frühjahr. Die Eier werden an Pflanzen oder Laichmopps abgelegt. Nach dem Schlupf benötigen die Jungfische sehr feines Aufzuchtfutter. Eine Trennung der Elterntiere ist notwendig, da diese den Laich fressen.
wöchentlicher Teilwasserwechsel von 30–50 %
regelmäßige Filterreinigung (schonend, ohne Komplettreinigung)
stabile Wasserwerte, da Schleierschwänze empfindlich auf Nitrit reagieren
keine scharfkantigen Deko-Elemente wegen der langen Flossen
Möchten Sie Goldfische kaufen oder haben Sie weitere Fragen zu ihrer Haltung? Kontaktieren Sie uns telefonisch unter +43 676/6606353 oder besuchen Sie uns direkt in unserem Geschäft. Wir bieten eine umfassende Beratung zu allen Aspekten der Aquaristik, von der Auswahl geeigneter Fische bis hin zu Futter und Pflege. Unser erfahrenes Team hilft Ihnen gerne, Ihr perfektes Aquarium zu gestalten.